Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for 18. Februar 2014

Es stimmt mich traurig, …

2_IMGP3005_thumb.jpg

…dass gestern zwei Whippets über die Regenbogenbrücke gegangen sind, die m.E. erst die Hälfte ihrer Lebenszeit hinter sich hatten. Aber es macht mich auch unendlich wütend, dass vehement behauptet wird, wie gesund die Rasse Whippet ist. Wir müssen endlich wissen, und das mit handfesten belegbaren Daten, woran wir sind. Das ist die einzige Chance uns vor Augen zu führen, wo wir stehen und erst dann haben wir die Möglichlichkeit Strategien zu erarbeiten, die der Gesundheit unserer Rasse wirklich nutzt. Wie kann es sein, dass in einem 9er-Wurf mehr als die Hälfte eine Herzerkrankung hat (Wurf aus dem Ausland, die zum Glück offen damit umgehen und es publik machen) und ein 6er-Wurf, von dem mit acht Jahren noch die Hälfte lebt. Das DARF nicht sein! Da müssen Konsequenzen gezogen werden.

Ich möchte jetzt niemandem den Schwarzen Peter zuschieben. Doch sollte endlich gehandelt werden. Wenn es die Züchter nicht selbst in die Hand nehmen, dann muss das von oberer Stelle geregelt/reglementiert werden. Da wird in relativ kurzer Zeit mit Rüden ein Wurf nach dem anderen produziert ohne zu wissen, wie sich die Welpen entwickeln – gesundheitlich und vom Verhalten her. Jeder alte Rüde, der zur Zucht genutzt wird, hat bewiesen, dass er über eine gewisse Lebenserwartung und damit hoffentlich auch einen entsprechenden Gesundheitsstatus verfügt. Selbstverständlich heißt dass jetzt nicht, dass die jungen Rüden nicht ihre Berechtigung in der Zucht haben. Linienzucht ist gut uns schön sofern sie in einem Rahmen stattfindet, der eine Inzuchtdepression in Grenzen hält. Outcross-Verpaarungen können jede durchdachte Zuchtline hinsichtlich Gesundheit und Fitness aufwerten.

Was können wir tun? Viele Erkrankungen lassen sich nur schwierig greifen, Herzerkrankungen z.B. teilweise mittels Ultraschalluntersuchung bestätigen oder ausschließen. Erkrankungen des Immunsystems sind schwierig zu diagnostizieren und bleiben häufig lange unerkannt oder fehldiagnostiziert.

Liebe Besitzer und Züchter, geht bitte in euch, Verdrängung hilft uns nicht weiter. Es geht auch nicht darum irgendwen an den Pranger zu stellen, jemanden zu finden, auf den wir mit de Finger zeigen können. Ich denke, dass jeder Züchter mit einer gewissen Anzahl an Würfen das eine oder andere Problemchen hat, was ja nicht einmal schwerwiegend sein muss, wenn offen und auf dem richtigen Weg damit umgegangen wird. Möglicherweise sind bei Wurfgeschwistern von zur Zucht eingesetzten Hunde Erkrankungen aufgetreten, die ein „Pet-Besitzer“ für nicht relevant hält, die der Zuchthund aber u.U. weiter verschleppen kann (gar nicht muss, wenn darauf hingewiesen wird und die Zuchtpartner bewusst ausgewählt werden). Dazu MUSS mit offenen Karten gespielt werden.

Vielmehr hätten wir die Möglichkeit eine Art Gütesiegel zu entwickeln – „auf Gesundheit geprüfte Zucht“ mal als Beispiel. Ob das nur für den DWZRV e.V. gilt oder der WCD e.V. da mitzieht. Es wäre ein Anfang. Man könnte sich von Wildvermehrern abheben und die VDH-Zucht wieder aufwerten, den Welpenpreis erklärbar machen für potentielle Kundschaft.

Die Ausrede: „Die Rasse Whippet ist gesund“ zieht nicht mehr!

Advertisements

Read Full Post »

%d Bloggern gefällt das: